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Grundsätze

Grundsätze bei Interessen­konflikten

Grundsätze über den Umgang mit Interessenkonflikten bei der Dr. Bauer & Co. Vermögensmanagement GmbH (Dr. Bauer & Co.)

D er Gesetzgeber verpflichtet uns, Vorkehrungen zum Umgang mit möglichen Interessenkonflikten zu treffen, die sich auf Wertpapierdienstleistungen auswirken können, um eventuell daraus ergebende Beeinträchtigungen von Kundeninteressen zu vermeiden.

Interessenkonflikte lassen sich bei einem Wertpapierdienstleistungsinstitut, das für seine Kunden die Dienstleistungen Anlage-/Abschlussvermittlung, Finanzportfolioverwaltung und Anlageberatung erbringt, nicht immer ausschließen. In Übereinstimmung mit den Vorgaben des Wertpapierhandelsgesetzes informieren wir Sie nachfolgend über unsere weitreichenden Vorkehrungen zum Umgang mit diesen Interessenkonflikten.

Interessenkonflikte können sich ergeben zwischen unserem Unternehmen, unserer Geschäftsleitung, unseren Mitarbeitern, unabhängigen Vermittlern oder anderen Personen, die mit uns verbunden sind und unseren Kunden oder zwischen unseren Kunden.

Insbesondere könnten sich Interessenkonflikte ergeben:

  • In der Anlageberatung und Vermögensverwaltung aus dem eigenen Interesse des Instituts am Absatz von Finanzinstrumenten
  • Bei Erhalt oder Gewährung von Zuwendungen (z.B. Platzierungs-, Vertriebsfolgeprovisionen oder geldwerte Vorteile) von Dritten oder an Dritte im Zusammenhang mit Wertpapierdienstleistungen für Sie;
  • Bei Gewährung von Zuwendungen an unsere Mitarbeiter und gebundene Agenten
  • Durch erfolgsbezogene Vergütung von Mitarbeitern und gebundenen Agenten
  • Durch Erlangung von Informationen, die nicht öffentlich bekannt sind;
  • Aus persönlichen Beziehungen unserer Mitarbeiter oder der Geschäftsleitung oder der mit diesen verbundenen Personen

Um zu vermeiden, dass sachfremde Interessen die Beratung, die Auftragsausführung, die Vermögensverwaltung oder Finanzanalyse des Instituts beeinflussen, haben wir uns und unsere Mitarbeiter auf hohe ethische Standards verpflichtet. Wir erwarten jederzeit Sorgfalt und Redlichkeit, rechtmäßiges und professionelles Handeln, die Beachtung der Marktstandards und insbesondere immer die Beachtung des Kundeninteresses. Unsere Mitarbeiter sind verpflichtet, diese Standards und Verhaltensregeln zu beachten.

In unserem Unternehmen ist unter der direkten Verantwortung der Geschäftsleitung eine unabhängige Compliance-Stelle eingerichtet. Ihr obliegt die Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Maßnahmen und Verfahren zu überwachen, regelmäßig zu bewerten und weiterzuentwickeln. Dies gilt, insbesondere hinsichtlich der Identifikation, der Vermeidung und des Managements von Interessenkonflikten.

Im Einzelnen haben wir insbesondere folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Schaffung organisatorischer Verfahren zur Wahrung des Kundeninteresses in der Anlageberatung und Vermögensverwaltung
  • Regelungen über die Annahme und Gewährung von Zuwendungen sowie deren Offenlegung;
  • Schaffung von Vertraulichkeitsbereichen durch Errichtung von Informationsbarrieren, die Trennung von Verantwortlichkeiten und/oder räumliche Trennung;
  • Pflicht zur Offenlegung der Wertpapiergeschäfte aller Mitarbeiter gegenüber der Compliance-Stelle
  • Laufende Schulung unserer Mitarbeiter

Die Einhaltung der beschriebenen Regularien wird regelmäßig durch die Compliance-Stelle überwacht. Die Compliance-Stelle prüft und entscheidet nach Maßgabe der gesetzlichen Vorgaben, ist unmittelbar der Geschäftsleitung unterstellt und handelt im Übrigen unabhängig und frei von Weisungen und Interessen Dritter.

Auf nachfolgende Punkte möchten wir Sie ins­besondere hinweisen:

B ei der Vermittlung bzw. bei der Anschaffung von Investmentanteilen und Zertifikaten erhalten wir in der Regel Zuwendungen von Kapitalanlagegesellschaften, Verwahrstellen und Wertpapieremittenten. Dazu gehören Teile von bestandsabhängigen Vertriebsfolgeprovisionen, die aus den vereinnahmten Verwaltungsvergütungen von Kapitalanlagegesellschaften, Verwahrstellen bzw. Emittenten wiederkehrend an uns bezahlt werden.

In Einzelfällen erhalten wir auch Zuwendungen aus erfolgsbezogenen Zusatzvergütungen, die wiederkehrend dem Fondsvermögen belastet werden. Berechnungsbasis für derartige Vergütungen kann, zum Beispiel, der über einen definierten Vergleichsindex hinausgehende Kursanstieg sein.

Wir bieten Ihnen im Rahmen unserer Finanzdienstleistungen hochwertige Lösungen an und unterstützen Sie mit fachkundigen Mitarbeitern bei Ihren Vermögensanlagen. Dies erfordert erhebliche Aufwendungen in personeller und organisatorischer Hinsicht. Dafür erhalten wir von Dritten Zuwendungen in Form von Geldzahlungen oder sonstigen geldwerten Vorteilen. Diese Mittel setzen wir ein, um den Aufbau einer effizienten und hochwertigen Infrastruktur zu gewährleisten und damit die Qualität unserer Dienstleistungen aufrecht zu erhalten und ständig weiter für Sie zu optimieren. Wir sind verpflichtet diese Zuwendungen und die Verwendung dieser Zuwendung in einer Zuwendungsbilanz gegenüber der BaFin aufzuführen.

Die Höhe dieser Zuwendungen legen wir unseren Kunden vor der Erbringung der Wertpapierdienstleistung in den Vertragsunterlagen offen. Einzelheiten hierzu werden wir Ihnen auf Nachfrage gerne mitteilen. Für Zertifikate sind ebenfalls Zuwendungen üblich, die zwischen 0 und 2 % liegen können.

In der Vermögensverwaltung und Fondsvermögensverwaltung werden die Entscheidungen über den Kauf und Verkauf von Wertpapieren im Rahmen der mit unseren Kunden vertraglich vereinbarten Anlagerichtlinien getroffen, ohne im Einzelfall die Zustimmung des Kunden einzuholen. Auch diese Konstellation kann einen Interessenkonflikt entstehen lassen oder verstärken, z.B. durch den Einsatz von eigenen Produkten bzw. von Produkten, bei denen wir als Anlageberater oder Fondsmanager tätig sind. Den hieraus resultierenden Risiken begegnen wir durch geeignete organisatorische Maßnahmen, insbesondere durch einen am Kunden ausgerichteten Investmentauswahlprozess. Ferner legen wir unseren Kunden vor Abschluss einer Vermögensverwaltungsvereinbarung die Größenordnung und Berechnungsgrundlagen der Verwaltungsvergütung, Gewinnbeteiligung sowie der anfallenden Zuwendungen von Dritten offen.

Ein weiterer möglicher Interessenkonflikt im Zusammenhang mit der Vermögensverwaltung kann sich bei Vereinbarung einer performanceabhängigen Vergütung ergeben. Hier ist nicht auszuschließen, dass zur Erzielung einer möglichst hohen Performance und damit einer höheren Vergütung unverhältnismäßige Risiken eingegangen werden. Eine Risikoreduzierung wird in diesen Fällen, unter anderem, durch eine interne Überwachung der Portfoliostrukturen und den damit zusammenhängenden Risiken, der getroffenen Anlageentscheidungen und durch die Kombination mit festen Vergütungskomponenten erzielt.

Gelegentlich erhalten wir von anderen Finanzdienstleistern im Zusammenhang mit unserem Wertpapiergeschäft unentgeltliche Zuwendungen, wie Finanzanalysen oder sonstiges Informationsmaterial, Schulungen, Teilnahme an kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen, Zuwendungen in der Form von Aufmerksamkeiten und zum Teil technische Dienste und Ausrüstungen für den Zugriff auf Drittinformationssysteme. Diese Leistungen nutzen wir dazu, unsere Dienstleistungen in hoher Qualität zu erbringen und fortlaufend zu verbessern.

An Personen, die uns Kunden oder Wertpapiere vermitteln, zahlen wir nach individueller Vereinbarung Provisionen. Außerdem können Vermittler auch von Dritten, insbesondere Fondsgesellschaften und Wertpapieremissionshäusern, neben den ggfs. von uns gezahlten Beträgen unmittelbare Zuwendungen erhalten.